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Eine Millionen Davids gegen Goliath

03. Juli  2017

 

Gemeinsam mit mehr als 100 Umweltorganisationen aus ganz Europa haben wir die schnellste Europäische Bürgerinitiative (EBI) aller Zeiten auf die Beine gestellt. Wir haben die EBI koordiniert. Dabei gibt es WeMove erst seit anderthalb Jahren. Schön, dass Sie bei uns dabei sind.

Heute werden wir über 1,3 Millionen Unterschriften aus ganz Europa bei den Behörden offiziell einreichen mit denen wir fordern, das Ackergift Glyphosate zu verbieten. Das ist unser gemeinsamer Erfolg, aber die Auseinandersetzung mit Monsato endet damit noch lange nicht.

Es macht mich sehr glücklich, dass wir das zusammen geschafft haben - und das in einer Zeit, in der so viel von Europamüdigkeit und Desinteresse zu hören ist. 

Entwurf für Aktion gegen Glyphosat. Eine RoundUp-Flasche wird gestürzt.

Wir sammelten Unterschriften in den 24 offiziellen Sprachen der EU, in jedem einzelnen Land Europas. Das Ergebnis ist ein riesiger Erfolg und ein echter Meilenstein für uns als Organisation, für nachhaltige Landwirtschaft, für die Umweltbewegung gegen Glyphosat und für die Bürgerbewegung in Europa.

In den nächsten zwei Wochen wird die EU-Kommission vorschlagen, Glyphosat um vermutlich zehn Jahre zu verlängern. Das heißt für uns: Es bleiben uns nur ein paar Monate, um Druck auf die Regierungen unserer Länder auszuüben. Sie entscheiden, ob Monsanto eine neue Lizenz erhält und so weiter Wiesen und Felder in Europa mit seinem Allesvernichter vergiftet.

Bisher hat sich die Bundesregierung in Abstimmungen enthalten - was einer Absage von Glyphosat gleich kommt. Unser Druck muss hoch bleiben und dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Hier geht es zum Unterschreiben!

Unsere Pläne umfassen alle europäischen Ebenen: Die Regierungen der Mitgliedsländer, die EU-Kommission und das EU-Parlament. Schon am 19. Juli werden wir unsere eine Million Unterschriften zusammen mit unseren Partnern in einer aufsehenerregenden Aktion präsentieren. Wir gehen direkt zum Gebäude der EU-Kommission. Wie wir uns das vorstellen, haben wir hier (rechtes Bild) mal grob skizziert. Wir wollen so unübersehbar werden, dass wir überall in Europa in die Nachrichten kommen können. 

 

 

100.000 gegen Monsanto auf einen Streich

17. Mai  2017

Letzen Samstag demonstrierten überall in Europa Tausende gegen Glyphosat. Europaweit haben wir über 100.000 Unterschriften gegen das Ackergift Glyphosat gesammelt. Das sind zehn Prozent von der Million, die wir für unsere Europäische Bürgerinitiative brauchen. Zehn Prozent an nur einem Tag!

In Madrid schlossen sich etliche Aktive unserem Protest an und sprachen mit Passanten über die Gesundheitsrisiken des giftigen Pestizids. Auch in Rom wurden eifrig Unterschriften gesammelt. Eine Schülerin half, weil sie in der Schule von Glyphosat und seiner Gefährlichkeit erfahren hatte. Daraufhin hatte sie sogar ihre Eltern zum Sammeln mobilisiert.

In Paris kamen Umweltaktivist/innen, besorgte Großeltern, im Ausland lebende Europäer/innen und ein Vater mit seinem Sohn zusammen - alle sind überzeugt, dass unser Einsatz für eine bessere europäische Zukunft absolut wichtig ist.
 

Die große Beteiligung hat uns überwältigt. In wenigen Tagen verschickten wir 5.500 Aktionspakete. Etliche tausend wurden in den letzten Tagen von unserer Webseite herunter geladen. All das ist auch durch Sie möglich geworden. Wir danken Ihnen ganz herzlich! Gestern haben wir uns beraten, mit welcher Aktion wir im Juni unsere Unterschriften in Brüssel übergeben. Wir wollen Aufsehen erregen und darauf hinweisen, wie eine pestizidfreie Welt aussehen kann.

Unsere Europäische Bürgerinitiative ist schon jetzt die schnellste und erfolgreichste Bürgerinitiative aller Zeiten. In nur drei Monaten haben wir gemeinsam mit Ihnen und unseren Partnern mehr als 750.000 Unterschriften gesammelt. Wenn wir eine Million Unterschriften aus ganz Europa für unsere Europäische Bürgerinitiative sammeln, können wir die EU-Kommission auffordern, giftige Pestizide wie Glyphosat ein für allemal zu verbieten. Hier geht es zum Unterschreiben!

 

Börsenspekulationen dürfen nicht unser Allgemeinwohl bedrohen!

Die Banken haben uns immer noch nicht die ganzen 4,5 Billionen Steuergelder zurückgegeben, die wir ihnen im Zuge der Finanzkrise zur Rettung gaben. Wir haben die Banken gerettet - mit dem Preis unser Wohlfahrtsstaaten. 

Bald treffen sich 10 EU-Finanzminister um eine Finanztransaktionssteuer zu besprechen. Diese würde riskante Börsenspekulationen besteuern. Banker müssten sich doppelt überlegen, ob Ihnen das Risiko etwas wert wäre. Gleichzeitig würde die Steuer eine wertvolle Einnahmequelle für Staaten sein um Schulen, Krankenhäuer oder Straßen zu finanzieren. Schließen Sie sich den 290.000 Europäern an, die die Finanzminister auffordern diesen Plan durchzuziehen! Unterzeichnen Sie hier!

 

Unsere Luft in Europa wird weniger verpestet!

7. Mai  2017

Jahrelang wurden die strengeren Vorgaben verschleppt. Tausende Menschen sind an den Folgen von verdreckter Luft vorzeitig gestorben. Jetzt haben die EU-Mitgliedsländer mehrheitlich für neue Grenzwerte gestimmt. Gerade die giftigen Abgase aus den Schloten großer Kohlekraftwerke werden zukünftig eingedämmt.

Die Abstimmung ging denkbar knapp aus - mit einem Vorsprung von nur 0,14 Prozent für uns! Gerade eine so knappe Abstimmung lässt erahnen, dass dieser Erfolg unserem Einsatz zu verdanken ist. Wir freuen uns, dass wir als WeMove so viel beitragen konnten! Unsere Aufgabe ist es, unseren Protest im richtigen Moment zu platzieren. Mehr als 138.000 von uns unterzeichneten den Appell an die Umwelt- und Gesundheitsminister der EU-Länder, und wir überreichten ihn in zehn verschiedenen Sprachen! Unser Aufruf wurde in den sozialen Medien tausendfach geteilt und hunderte Tweets gingen an die zuständigen Minister/innen.

Es waren die “Kohleländer” Deutschland und Polen, die die neuen Regeln in letzter Minute verhindern wollten. Da waren wir auf der Straße - in Berlin, in Warschau und in Brüssel. Alles in nur einer Woche!

Am Dienstag versammelten wir uns trotz strömenden Regens vor dem Kanzleramt in Berlin. Wir protestierten gegen die Versuche der Bundesregierung, die neuen Regeln doch noch aufzuweichen. Wir hatten Plakate, Transparente und eine Rauch-Maschine dabei, die (ungiftigen) Smog erzeugte. So übergaben wir 121.626 Unterschriften.

Am Donnerstag haben wir nachgelegt und demonstrierten vor dem polnischen Energieministerium. Hier übergaben wir schon 125.000 Unterschriften und forderten Polens notorisch Kohle-freundliche Regierung auf, die Gesundheit ihrer Bürger/innen wichtiger zu nehmen, als den Schutz der schmutzigen Kohleindustrie.

Am Freitag schließlich - am Morgen der lange erwarteten Abstimmung im EU-Ausschuss für Industrieemissionen - trafen wir uns zu einer Straßenaktion im Herzen Brüssels, direkt vor dem Gebäude des Europäischen Rats. Als wir unsere Transparente eingerollt und unsere Atemschutzmasken eingepackt hatten, wurde gleich das Ergebnis der Abstimmung bekannt  - und wir sind jetzt sehr glücklich und wollen dieses tolle Gefühl mit Ihnen teilen. Wir haben gewonnen! Danke!

 

 

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Verschiebt Macht, nicht Gewinne

17. März 2017

Mit voller Kraft haben wir in den letzten Monaten gegen Steuervermeidung gekämpft. Der Plan der Kommission, in allen Ländern denselben Steuersatz für Unternehmen einzuführen, könnte jedoch von den europäischen Ländern selbst blockiert werden. Daher kommen wir hier ins Spiel.

Spende

Mehr als 100.000 Europäer haben unsere Petition gegen die Verlagerung von Gewinnen unterschrieben. Unsere Forderungen erreichen nun die wichtigsten EU-Regierungen. Vor ein paar Wochen hallten unsere Stimmen in den Korridoren des deutschen Finanzministeriums, wo wir Minister Schäuble baten, eine führende Rolle bei der Bekämpfung von Steueroasen zu übernehmen.

Wir werden uns bald auch mit dem irischen Finanzministerium treffen und mit Rückendeckung von unserer Community fordern, dass Irland den Vorschlag der Europäischen Kommission nicht blockiert. Und das ist nicht das Ende: Wir werden uns, Schritt für Schritt, an die weiteren wichtigen Entscheidungsträger, wie Malta und die Niederlanden, wenden. Die einzigartige Stärke unserer europäischen Community ist die Fähigkeit, überall dort in Europa zu handeln, wo wir gebraucht werden – sei es in Berlin, Dublin, Paris oder Warschau. Bleiben Sie dabei!

 

 

 

Das Übel im Keim ersticken

17. März 2017

Die Idee wuchs wie ein Unkraut in der Europäischen Kommission: ein Plan für einen europäischen, multilateralen Investment Gerichtshof (MIC). Nur ein weiterer Name für ein System, gegen das wir schon jahrelang im Rahmen der TTIP- und CETA-Verhandlungen protestieren. Dieses parallele Gerichtssystem würde es großen Unternehmen ermöglichen, unsere Regierungen zu verklagen, wenn sie Gesetze erlassen, die die Verbraucher, die Umwelt oder die öffentliche Gesundheit schützen, aber die erwarteten Gewinne der Firmen beeinflussen.

Spende

Schon bevor die Kommission ihren Vorschlag offiziell machte, waren wir dort, um an ihrer offenen Konsultation teilzunehmen und die Idee im Keim zu ersticken. Mit unseren Partnern sammelten wir europaweit mehr als 300.000 Unterschriften in nur 5 Tagen. Am letzten Tag der Konsultation haben wir eine Aktion in Brüssel veranstaltet, die selbst der Kabinettschef der Handelskommission hörte.

Und jetzt? Wir machen weiter! Wir werden nicht warten und sehen, ob unser erster Schlag gegen das MIC bereits das Knock-out war. Wir sind bereit für die nächste Aktion und Sie können eine zweite Welle der Mobilisierungen im Mai erwarten. Bleiben Sie dabei!

 

 

 

Eine wärmende Botschaft

17. März 2017

Der harte Winter traf die Tausenden von Migranten und Flüchtlingen in Griechenland und Serbien völlig unvorbereitet. Wir haben schnell und effektiv gehandelt, um die knochenharten Bedingungen zu erleichtern.

In nur wenigen Tagen schlossen sich über 57.000 Menschen aus der ganzen EU zusammen, um die Poltiker dazu aufzufordern, die Flüchtlinge umzusiedeln und ihnen sichere und warme Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Aber wir beschränkten uns nicht nur darauf, andere zum Handeln aufzurufen – wir bündelten alle unsere Kräfte, um die Menschen sofort vor der Kälte zu schützen. Dank des unglaublichen Engagements unserer WeMove Aktiven sammelten wir über € 73.000 ein, die wir an unsere Partner-Organisationen vor Ort weitergegeben haben. WeMove Aktive haben dazu beigetragen, das nötige Geld für Soforthilfen, Heizungen und Treibstoff zu sammeln, um die Zelte in Griechenland aufzuwärmen und den in Belgrad gestrandeten Migranten zu helfen. Wir unterstützen Freiwillige auf den griechischen Inseln Chios und Lesbos bei der Bereitstellung von warmen Speisen, Decken und Schlafsäcken für die Menschen, die europäische Politiker vergessen zu haben scheinen. Außerdem haben wir ein fantastisches Projekt zur Bereitstellung eines mobilen Waschraums für Flüchtlinge in Serbien gesponsert.

 

 

Wir in Brüssel gegen Schiedsgerichte!

17. März 2017

In nur 4 Tagen haben sich 284.000 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Europa vereint, um den Plan der EU zu stoppen. Die Europäische Kommission schlägt einen Gerichtshof für Investoren vor.  

Ein Rechtssystem nur für Konzerne, das parallel zu den Gerichten für uns Bürgerinnen und Bürger bestehen würde. Am Mittwoch waren wir bei der EU-Kommission und haben die Unterschriften übergeben. Wir haben uns mit einer Vertreterin der zuständigen EU-Kommissarin für Handel, Cecilia Malmström, getroffen. Zu vier dicken Büchern gebunden haben wir unsere Unterschriften überreicht. Es wurde klar, dass wir nicht einer Meinung mit ihr sind, klar wurde aber auch: Wir geben nicht auf! Unsere Einwendung ist nun Teil einer öffentlichen Anhörung, die die Kommission abhalten musste. 

 

 

Die EU knickt beim Thema Emissionshandel ein

21. Februar 2017

Das EU-Parlament hatte die Chance den Emissionshandel in Europa zu reformieren und zu einem wirklichen Werkzeug gegen Klimawandel und Umweltschutz zu machen. Sie knickten jedoch vor der Industrie ein und verpasste die Möglichkeit eine wirkliche Veränderung zu bewirken. Es sind viel zu viele Zertifikate auf dem Markt und der Preisdruck auf Verschmutzer damit gering. Am 28. Februar stimmt der Ministerrat über die Reform ab.

Unterschreibe jetzt noch!

 

Spekulation auf Nahrung: Das war knapp

21. Februar 2017

Finanzspekulanten verzerren mit ihren Wetten die Preise von Grundnahrungsmitteln. Steigen sie, sind Armut und Hunger die Folge.

Wir hatten die Chance, diesen Wahnsinn zu beenden. Die Europaabgeordneten mussten über einen Vorschlag abstimmen, der die schlimmsten Exzesse von Hedgefonds und Investmentbanken eingedämmt hätte.

In weniger als zwei Wochen, haben sich mehr als 75.000 von uns der Forderung nach strengeren Regeln für Finanzspekulationen angeschlossen. Tausende von uns schickten Tweets, posteten auf Facebook oder sandten E-Mails. Wir alle haben von den Abgeordneten das gleiche verlangt: Setzt der Spekulation klare Grenzen!

Zusammen mit unseren Partnern von Oxfam, Finance Watch und Global Justice Now standen wir kurz vor dem Erfolg und scheiterten doch: Wir hätten 84 EU-Abgeordnete für uns gewinnen müssen. 47 haben wir überzeugt, leider fehlten zum Schluss noch 37 Stimmen. Die verwässerten Regeln, die das Europaparlament nun beschlossen hat, müssen von jedem EU-Land in nationales Recht umgesetzt werden. Gemeinsam mit unseren Partnern prüfen wir, wie wir weiter Druck machen können.